Donnerstag, 14. August 2014
[Rezension] Das Lied von Eis und Feuer; Band 05 - Sturm der Schwerter von George R. R. Martin
Die nervenaufreibende Fantasy- Saga und das Spiel der Throne geht weiter!
Der blutige Krieg um den Eisernen Thron tobt weiter und spitzt sich immer mehr zu. Die Zahl der Opfer ist mittlerweile nicht mehr überschaubar und man muss sich leider immer öfter von seinen Lieblingscharakteren bzw. Figuren, die man nach und nach ins Herz geschlossen hat, verabschieden.
Das Haus Lannister spinnt immer mehr Intrigen und Ränke, um die Macht von Cerseis Bastard, Geoffrey, aufrechtzuerhalten. Dem stellt sich der junge Wolf, Robb Stark, der mit Hilfe seiner Mutter Catelyn und seinen treuen Soldaten einige Siege erringen kann, entgegen. Doch des Wolfs Vasallen und Verbündete schwinden, das Haus Tully wird immer schwächer und die Graufreuds wittern neue Machtmöglichkeiten, die die "Versuche" von Theon weit übersteigen.
Neben den allseits verhassten Lannisters formiert sich eine weitere Macht im Hintergrund. Die Wildlinge, zu denen mittlerweile auch Ned Starks Bastard John Schnee gehört, wollen Westeros für sich beanspruchen und die Mauer, die in Zeiten des Krieges noch weniger Männer zur Verteidigung aufweist, als sowieso schon, überwinden. Ob John Schnee das Schwert gegen seine Brüder erheben wird? Und wenn nicht, droht Eidbrechern nicht der Tod?!
Auch die Mutter der Drachen, Daenerys Targaryen, sammelt ihre Kräfte, um ihren Anspruch auf den Eisernen Thron geltend zu machen. Während ihre kleinen Drachen täglich an Körpergröße und Kraft gewinnen, muss sich die junge Khaleesi nicht nur Feinden, sondern auch falschen Freunden und vor allem ihrem Herz stellen. Es bleibt spannend!
Fazit: Ein etwas schwächelnder fünfter Teil, der nicht mit Blut und Intrigen geizt, jedoch die Handlung stellenweise nur geringfügig weitertreibt. Ich bin gespannt auf die Entwicklung der Ereignisse!
Ich vergebe für diesen Teil der Reihe vier von fünf Sternen.
Samstag, 21. Juni 2014
[Rezension] Das Lied von Eis und Feuer; Band 4 - Die Saat des goldenen Löwen von G.R.R. Martin
Das sensationellste Epos aller Zeiten geht weiter! Meiner Meinung nach, war es bisher der blutigste Band der Serie mit den meisten Toten und ich war fast durchgängig traurig und enttäuscht, obwohl man als Martin- Leser weiß, dass es nur noch schlimmer werden kann *lach*.
Westeros befindet sich mitten im Krieg. Renly und Stannis Baratheon kämpfen um den Eisernen Thron, der immernoch von Roberts Bastard, Geoffrey Lannister, besetzt wird. Nebenbei tritt Robb Stark als Gegner auf, der ebenfalls den Thron beansprucht und sich König des Nordens nennt. Zwischen alldem steht die verwitwete Catelyn Tully Stark, die jede Sekunde um das Leben ihrer Söhne und Töchter bangen muss, denn Sansa und Arya Stark befinden sich in den Händen von Regentin Cersei... zumindest wird das der verschreckten Mutter erzählt... .
Nebenbei mischt sich Theon Graufreud mit in das Geschehen ein. Da ihm von seinem Vater eine Flotte verwehrt wurde, versucht der ehemalige Stark-Mündel, jetzt anderweitig an die Macht zu kommen... und ihm fällt nichts Besseres ein, als sein ehemaliges Zuhause, Winterfell, feige zu überfallen und die Bewohner zu meucheln. Doch nicht alle spielen Theons Spiel mit, und bald ist Theon der, der um sein Leben bangen muss. Und daran sind nicht nur die zwei Kinderköpfe schuld, die er an die Zinnen von Winterfell aufpicken liess... .
Auch die Mauer hat Probleme. Die Wildlinge sammeln sich zum Angriff und die Nachtwache versucht ihre Strategien und Wege herauszufinden. Ned Starks Bastard Jon Schnee muss die Expedition begleiten, immernoch von der Hoffnung erfüllt, dass sein Onkel Benjen noch lebend draußen ist. Doch bald muss Jon um sein eigenes Leben bangen, denn die kalte Wildnis und deren Bewohner sind nicht begeistert vom Auftauchen der Nachtwache in ihrem Gebiet. Um sein Überleben zu sichern, wird Schnee gezwungen sein eigenes Selbst zu verraten... .
Dieses Buch hat mir ebenfalls wie die Vorgänger sehr viele spannende und bangende Lesestunden beschert, wo ich mich von losreißen musste, wenn etwas außerhalb vom Lesen zu erledigen war. Das Ende ist ein typischer Cliffhanger, sodass man besser gleich das nächstfolgende Buch schon parat haben sollte.
Ich vergebe für dieses Leseerlebnis fünf von fünf Sternen.
Montag, 16. Juni 2014
[Rezension] Die Insel der roten Mangroven - von Sarah Lark
Nach dem Buch "Die Insel der tausend Quellen" geht die Geschichte um die Familie Fortnam und die zauberhafte Deidre ( kurz Dede genannt) nun weiter. Inzwischen ist die Tochter von Akwasi und Nora zu einer wunderschönen und leidenschaftlichen Frau herangewachsen, die sich ebenso wenig um Putz, Kleider und Gesellschaften schert wie ihre Mutter. Denn Deidre ist eine leidenschaftliche Reiterin und entdeckt die Flora und Fauna rund um die Plantage ihrer Eltern für ihr Leben gern. Dennoch vergeht die Zeit und bald muss Dede in die Gesellschaft eingeführt werden, um die Suche nach einem ehrenhaften Ehemann für sie einzuleiten. Dieses Vorhaben scheint einfacher als es ist, denn die Schönheit der Mulattin beschert ihr viele Männerherzen und dennoch ist keiner so richtig passend für den jungen Wirbelwind. Bis sich ein gewisser Victor Dufresne vorstellt und Dedes Herz in Sekundenschnelle hörer schlagen lässt... .
Nach der Hochzeit muss das junge Brautpaar auch bald die heimische Plantage der Fortnams verlassen. Victor Dufresne ist ein angesehener Arzt auf Saint- Domingue und Dede soll die schöne Frau an seiner Seite werden. Trotz der schmerzhaften Trennung von ihrer Familie, freut sie sich auf das neue Leben im eigens dafür gebauten Häuschen. Doch leider entpuppt sich die Insel und ihre Mitbewohner schnell als langweilig, denn keiner kann Dedes Leidenschaft fürs Reiten und ihr Feuer teilen. Bis eines Tages (oder eher mitten in der Nacht) ein schwarzhäutiger Pirat vor der Tür des Arzthauses steht und um Hilfe bittet...und bald nicht nur diese in Anspruch nimmt... .
Das Buch verbindet zwei unterschiedliche Lebensgeschichten kunstvoll miteinander, einmal die von Deidre und Victor Dufresne und andererseits die des Piraten Caesar und Bonnie, einer kleinen, mutigen Schwarzen. Im Hintergrund wird über den Aufstand der Schwarzen gegen ihre Halter und den Rebellenführer Macandal berichtet und so erfährt der Leser nicht nur allerlei Spannendes, sondern auch etwas über die Geschichte und die Geschehnisse der damaligen Zeit. Historie und Fiktion, die kunstvoll, spannend und wunderbar erzählt wird und die (von mir) gewohnte Lark'sche Fernwehstimmung hervorrufft.
Ich freue mich auf die Fortsetzung und vergebe für dieses Buch fünf von fünf Sternen.
Dienstag, 13. Mai 2014
[Rezension] Die Reise des Guy Nicholas Green - von Diana Feuerbach
Eine bittersüße Reise in die schönste Stadt am Schwarzen Meer.
Eines haben der Backpacker Guy Nicholas Green und Jamie Durham gemeinsam: sie sind in der "Perle" am Schwarzen Meer gelandet, beide geladen von Hoffnungen unterschiedlichster Art. Guy, der ein schweres Vergehen von früher begangen hat und nun nach Indien reisen soll, um dort die Kunst der Meditation und der Entbehrung zu lernen, macht einen notwendigen Zwischenstopp auf seiner Reise, weil ihm der Geldhahn von seiner Mutter abgedreht worden ist. In einem armseligen Hostel ausharrend und darauf wartend, dass sich die Frau am anderen Ende der Welt erweichen lässt und nun doch Geld schickt, begegnet er dem Engländer Jamie, der aus ganz anderen Gründen im selben Hostel gelandet ist. Der Grund heißt Julia und hat wunderschöne lange Beine, seidige Haare und tolle Augen und hat sich von einer Online-Heiratsvermittlungsseite direkt in Jamies Herz gelächelt. Dieser ist nach einer Menge Briefen und Geld nun erpicht darauf, seine Schöne endlich kennen zu lernen und beschließt dafür kurzerhand nach Odessa zu fliegen. Schnell erkennt Guy die Nöte des verliebten Engländers, nämlich seine Unkenntnis der Sprache und der Gebräuche, und will sich bei ihm, nicht ohne einen Obulus dafür zu bekommen, hilfsbereit zeigen. Schnell werden die beiden "Gestrandeten" Freunde und erkunden die Perle am Schwarzen Meer. Doch nicht nur die Stadt hat ihren Glanz längst verloren, sondern auch die gottgleiche Julia, die nach einer leidvollen und unendlichen Suche nach ihr, nichts von Jamie gehört haben soll... .
Eine kurzweilige, jedoch unterhaltsame Reise in eine Welt voller Lügen, Intrigen, Männern mit Handtaschen und langbeinigen Gazellen auf High- Heels. Und eine Geschichte zweier Männer, die jeder auf ihre Art und Weise von dieser Stadt "geheilt" werden.
Ich vergebe für diesen Roman vier von fünf Sternen.
Donnerstag, 8. Mai 2014
[Rezension] Die Rose von Florenz - von Ingrid Kretz
Eine spannende und zauberhafte Reise in das de Medici- Zeitalter voller Intrigen, Hoffnungen und Glauben.
Mit diesem historischen Roman entführt uns die Autorin Ingrid Kretz in das Leben der einflussreichsten und umstrittensten Persönlichkeit der historischen Medici-Epoche, Bianca Cappello. Diese bestiehlt ihren eigenen Vater, um schwanger mit ihrem zwielichtigen Ehemann nach Florenz zu fliehen. Auf ihrem Weg begegnet Bianca Mafalda, einer jungen Nonne im Kloster Abbazia di Praglia, die sich rührend um die Flüchtlinge kümmert. Mafalda ist fromm, gütig und nicht aus ihrem eigenen Willen im Kloster gelandet, sondern wurde von ihrer Familie abgeschoben, weil das Geld nicht für eine Mitgift reichte.So hat die junge Frau sich mit ihrem Schicksal abgefunden und versucht so gut es geht, Gott zu dienen. Doch Bianca vergisst die fürsorgliche Nonne nicht und nach ihrer Weiterreise wird einem klar, dass Mafalda sicherlich nicht für immer in diesem Kloster bleiben wird.
Nach mehreren merkwürdigen Zufällen treffen sich Bianca und Mafalda wieder. Bianca hochschwanger und kurz vor der Geburt und Mafalda, die in einem ärmlichen Häuschen mit ihrer Tante zusammenwohnt und sich um die alte Frau kümmert. Die beiden jungen Frauen sind heilfroh, dass sie sich wieder begegnen und bald ensteht eine vertraute und tiefe Freundschaft zwischen ihnen. Doch das Blatt wendet sich erneut, denn bei einem Umzug verliebt sich der Großherzog Francesco de Medici in die schöne Bianca und will sie so bald es geht an seinem Hof wissen. Diese kommt seinem Ruf nach, jedoch nicht ohne ihre Freundin zu bedenken.Es kommt zu skandalösen Verhandlungen und Übereinkünften... und bald weiß man, dass den mächtigen de Medici selbst Gottes Wort nicht im Wege steht.
Mein Fazit: Spannende historische Unterhaltung mit Neugier auf mehr!
Ich vergebe für dieses Buch vier von fünf Sternen.
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